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Wissenschaftlich basierte Viehhaltung und Aufzucht verbessert die Erträge und die Umwelt

(German.people.cn)  Dienstag, 05. Dezember 2023

  


Jing Xiaoping (erster v. r.) und seine Mitarbeiter bereiten am 7. November 2023 im Kreis Maqu des Verwaltungsgebiets Gannan in der nordwestchinesischen Provinz Gansu im Autonomen Gebiet Xizang portioniertes Futter für Yaks vor. (Xinhua/Wen Jing)

Jing Xiaoping hat sein „Labor“ im riesigen Grasland in der nordwestchinesischen Provinz Gansu eingerichtet.

Der 33-jährige Postdoktorand füttert zusammen mit einigen seiner Kommilitonen vom College of Ecology der Universität Lanzhou in einer Halle in den Weiten des Graslands im Bezirk Maqu Yaks mit portioniertem Futter. Sie wuchten riesige Futter-Pakete durch die Ställe und nutzen das elektrische Dreirad, das ihnen die Arbeit erleichtert, als hätten sie nie etwas anderes getan.

Maqu, das in der tibetischen Sprache „der Gelbe Fluss“ bedeutet, liegt an der nordöstlichen Spitze des Qinghai-Xizang-Plateaus und ist ein wichtiges Wasserschutzgebiet am Oberlauf des Gelben Flusses. Das Feuchtgebiet in Maqu erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 373.000 Hektar.

Jings Team führt seit Juli dieses Jahres Forschungsarbeiten in Maqu durch. Die Mitglieder des Teams wohnen in den nahegelegenen Häusern der Vieh-Hirten und arbeiten in den örtlichen Schaf- und Yak-Ställen.

Mit der richtigen Mischung aus Stroh, Weizenkleie und Bohnenschnitzeln suchen sie nach der optimalen Fütterung und Aufzucht, um Kosten zu senken und gleichzeitig die Fleischqualität der Viehherden zu erhalten.

„Schafe und Yaks sind die Haupteinnahmequelle der lokalen Hirten. Da sich die Zuchtmethoden ändern, steigt auch der Bedarf an Futtermitteln“, erklärt Jing.

Doch die Weideflächen der Hirten im Bezirk litten jahrelang unter einer verstärkten Wüstenbildung und einer starken Verschlechterung des Graslandes durch Überweidung.

Tenzin Gurmey wurde in eine Hirten-Familie hineingeboren, die viele Generationen zurückreicht. „Fast jeder Haushalt in den umliegenden Dörfern züchtet hier Yaks und Schafe. Die steigende Zahl von Rindern und Schafen beeinträchtigte in der Vergangenheit die Qualität des Weidelands und reduzierte das Einkommen“, erinnert er sich.

Seit 2011 wurden auf rund 853.000 Hektar Grasland Weide-Beschränkungen und Verbote verhängt. Um die Lebensgrundlage der Hirten zu sichern, erhielten sie Entschädigungen in Höhe von insgesamt mehr als 450 Millionen Yuan (etwa 63,4 Millionen US-Dollar).

Jing und sein Team arbeiten in einer großen Yak-Zuchtstation in der Nähe des Gelben Flusses. Die Basis ist mit modernen Ställen, einem thermostatischen Wasserbad und zusätzlichen Fütterungsraum ausgestattet.

Die von der lokalen Regierung auch finanziell unterstützte Zucht-Station kann fast 10.000 Yaks halten. In den wärmeren Jahreszeiten werden die Yaks auf der Weide gehütet, die kältere Jahreszeit verbringen die Tiere in Ställen.

Die Basis unterstützt vier Familienbetriebe und zwei Genossenschaften bei einer neuen semi-intensiven Zucht- und Weidemethode, die nicht nur umweltfreundlich, sondern auch förderlich für die Zuchtrate ist.

Früher hätten die Yaks alle zwei bis drei Jahre Junge zur Welt gebracht, erklärt Tenzin Gurmey, der zur Leitung der Zuchtbasis gehört. „Jetzt haben die Yaks jährlich Nachwuchs“, verdeutlicht er die Erfolge der neuen Methoden. Es ist geplant, weitere Yaks für die Zucht zu kaufen.

„Die Yaks können auf dem bevorstehenden Frühlingsfest zu einem besseren Preis verkauft werden“, erklärt Tenzin Gurmey.


Zuchtstation im Kreis Maqu in der tibetischen autonomen Präfektur Gannan in der nordwestchinesischen Provinz Gansu am 10. März 2022. (Xinhuanet)

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