Die Direktorin der London School of Economics (LSE), Minouche Shafik, hat Chinas 40-jährigen Kampf gegen die Armut, durch den Hunderte Millionen Menschen aus dem Elend befreit werden konnten, als „phänomenal“ bezeichnet.
„Die massive Armutsreduzierung in unglaublich kurzer Zeit ist bemerkenswert", so die LSE-Direktorin in einem Interview mit Xinhua. „Ich denke, das ist die Folge davon, dass China sehr gut auf internationale Erfahrungen zurückgreifen und dann Elemente an seine eigenen örtlichen Gegebenheiten anpassen kann“, sagte Shafik und fügte hinzu, China sei in punkto der maßstäblichen Vergrößerung „wirklich besser als jedes andere Land, das ich kenne“. „Ein Pilotprojekt zu betreiben und dann auf nationaler Ebene durchzuführen - es gibt wenige Länder, die dies genauso erfolgreich gemacht haben“, so die Hochschuldirektorin.
Shafik, die auch ehemalige stellvertretende Geschäftsführerin des Internationalen Währungsfonds und ehemalige Vizepräsidentin der Weltbank ist, sagte, sie habe den wirtschaftlichen Fortschritt Chinas „sehr genau verfolgt“ und fügte hinzu: „Die chinesische Wirtschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten bemerkenswert gut gemacht“.
Auch Chinas Reform- und Öffnungspolitik, die für eine starke Veränderung der chinesischen Wirtschaft gesorgt hat, habe sie genau verfolgt: „Die Armutsreduzierung war phänomenal“.
Als ehemalige stellvertretende Gouverneurin der britischen Zentralbank, der Bank of England, wies Shafik auf neue Herausforderungen hin, die das bevölkerungsreichste Land der Welt und die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft nun angehen müsse.
Zu solchen Herausforderungen gehörten laut Shafik die Mitteleinkommensfalle, der Übergang von einer exportorientierten Wirtschaft zu einer stärker vom Inlandsverbrauch abhängigen Wirtschaft und die Frage, wie man die finanzielle Stabilität in Zeiten anwachsender Verschuldung gewährleisten könne.
Auch die Schaffung eines modernen „bezahlbaren und nachhaltigen“ sozialen Sicherheitsnetzes sowie eines Systems ökologischer Nachhaltigkeit sei eine Herausforderung.
Darüber hinaus begrüßte Shafik die Zusammenarbeit zwischen der LSE und einigen chinesischen Universitäten und betonte die starken Partnerschaften mit der chinesischen Fudan-Universität und der Peking-Universität, die beide Summer Schools sowie längere und formellere akademische Kurse in Partnerschaft mit der LSE anbieten.
Laut Shafik seien etwa 10 Prozent der Studentenschaft der LSE chinesische Staatsbürger. „Unsere chinesischen Studenten sind sehr klug und fähig“.
People's Daily Online traf Minister Pinwart zum Interview und sprach mit ihm über die Ziele und Erwartungen seiner China-Reise, NRWs Rolle bei der „Belt and Road“-Initiative, den Kooperationswettbewerb zwischen China und Deutschland in der digitalen Industrie und die aktuellen Verhandlungen zum europäisch-chinesischen Bilateralen Investitionsvertrag.
Im Jahr 2013 stellte Chinas Staatspräsdient Xi Jinping die Seidenstraßen-Initiative vor. Es ist von großer Bedeutung, den Dialog zur goldenen Regel zu machen, um einander gute Nachbarn zu sein.