Obwohl von unterschiedlicher Größe und weit voneinander entfernt, sind China und die Malediven seit 1972 verlässliche Partner. Das „Wetter“ für eine Intensivierung ihrer Beziehungen stimmt.
Xi Jinping ist am Sonntag als erster chinesischer Präsident überhaupt zu einem Staatsbesuch auf den Malediven eingetroffen. Im Vorfeld seines Besuchs in der Hauptstadt Malé bekräftigte er, dass China bei der Bekämpfung des globalen Klimawandels, bei den Menschenrechten und in anderen Bereichen weiterhin eng mit dem Inselstaat zusammenarbeiten werde. Die beiden Länder pflegen seit 1972 diplomatische Beziehungen.
In einem Artikel, der in den maledivischen Medien im Vorfeld von Xis Besuch veröffentlicht wurde, verweist Chinas Präsident auf den freundschaftlichen Austausch zwischen China und den Malediven seit der Ming-Dynastie (1368 bis 1644). Seit Aufnahme der diplomatischen Beziehungen vor 40 Jahren hätten sich China und die Malediven stets respektiert und unterstützt. Obwohl von unterschiedlicher Größe seien die beiden Staaten ein gutes Beispiel für das gleichberechtigte Miteinander von Staaten.
Der Austausch, die pragmatische Zusammenarbeit und der Handel zwischen den beiden Ländern habe in den letzten Jahren rasant zugenommen, so Xi weiter. Als konkretes Beispiel nennt er den Tourismus. China sei zum vierten Mal in Folge das Land mit den meisten ausländischen Touristen auf den Malediven. Die Volksrepublik habe damit zur Entwicklung der lokalen Wirtschaft und zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung beigetragen. Das zeige, „dass China und die Malediven nicht nur aufrichtige Freunde sind, die einander vertrauen und sich gegenseitig helfen, sondern auch Partner, deren gemeinsames Ziel Entwicklung und Wohlstand sind.“
Im Zeitungsartikel vergleicht Präsident Xi den aktuellen Stand der Beziehungen zwischen China und den Malediven mit einem Segelschiff, das dank günstigem Wetter gut vorankommt. Die beiden Länder müssten diese gute „Wetterlage“ nutzen und ihre Beziehungen auf eine neue Ebene heben. Zu diesem Zweck müssten China und die Malediven ihr gegenseitiges politisches Vertrauen weiter stärken, ihre pragmatische Zusammenarbeit ausbauen, den Personalaustausch fördern und in multilateralen Fragen enger zusammenarbeiten. China werde die Wahl des politischen Systems und den Entwicklungsweg der maledivischen Bevölkerung immer respektieren, betont Xi.
Im Hinblick auf die pragmatische Zusammenarbeit ermutigt Chinas Präsident den Inselstaat, sich aktiv am Aufbau der maritimen Seidenstraße des 21. Jahrhunderts zu beteiligen. Und in Anbetracht der zunehmenden Zahl chinesischer Touristen spricht er sich für die Eröffnung weiterer Flugrouten zwischen den beiden Ländern aus. „Mit diesen Anstrengungen werden wir uns nahe fühlen, auch wenn wir Tausende von Meilen voneinander entfernt sind.“