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Eintracht Frankfurt will in China mit Nachhaltigkeit punkten

(German.people.cn)

Sonntag, 28. April 2019

  

Von Jeffrey Möller, Beijing

In Anwesenheit prominenter Klublegenden sowie des Sportvorstands Fredi Bobic hat Eintracht Frankfurt am Mittwoch in Beijing offiziell die Eröffnung seines Chinabüros gefeiert. Der Bundesligist will im Reich der Mitte zukünftig auf eine nachhaltige Entwicklung setzen.

Aufgrund des riesigen Markts fußballbegeisterter Fans ist China bereits seit Jahren ein attraktives Ziel europäischer Topklubs. Nun hat auch Eintracht Frankfurt eine Niederlassung in China eröffnet und gesellt sich damit zu weiteren Bundesligisten wie dem FC Bayern München, Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach, die ebenfalls ein Büro in der Volksrepublik betreiben. Der Klub aus der Mainmetropole will sich jedoch nicht an den Konzepten anderer Vereine orientieren, sondern setzt auf eine individuelle Strategie mit der Förderung junger Talente vor Ort als Schlüssel zum Erfolg.

Nachdem die chinesische Repräsentanz der Eintracht unter der Leitung von Li Xin bereits im Dezember 2018 ihre Arbeit aufgenommen hatte, wurde nun die Eröffnung noch einmal offiziell zelebriert– schließlich haben die Frankfurter angesichts ihres aktuellen sportlichen Höhenflugs auch allen Grund dazu, in Feierlaune zu sein.

Eine Delegation der Eintracht bei der offiziellen Büroeröffnung: Markus Weidner, Bereichsleiter Internationale Beziehungen, Yang Chen, ehemaliger Spieler, Fredi Bobic, Sportvorstand, Cha Bum-kun, ehemaliger Spieler, Julien Zamberk, Vorstandsassistent und Prokurist (v.l.n.r.) (Bild: Eintracht Frankfurt)

Auf Einladung des Bereichsleiters für Internationale Beziehungen und Sportkooperationen, Markus Weidner, nahmen nicht nur hochrangige Vertreter aus Sport, Wirtschaft und Politik an den Feierlichkeiten teil, sondern auch die beiden ehemaligen Frankfurter Spieler Yang Chen und Cha Bum-kun. Yang war 1998 der erste chinesische Bundesligaspieler und der als „Tscha-Bum“ bekannte Südkoreaner Cha hatte bei der Eintracht bereits Anfang der 1980er Jahre mit seiner Torgefährlichkeit für Furore gesorgt.

Auch Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic war eigens angereist, um das neue Chinakapitel seines Vereins offiziell mit auf den Weg zu bringen.

Bei der feierlichen Eröffnung nutzte der Bundesligist zudem die Gelegenheit, sein Konzept in China näher vorzustellen und die Zusammenarbeit mit örtlichen Partnern zu stärken. Frankfurt will sich im Reich der Mitte voll und ganz auf eine nachhaltige Entwicklung konzentrieren. Durch Kooperationen bei der Trainer- und Lehrerausbildung und im Jugendbereich sollen junge Talente gefördert und gleichzeitig für den Verein begeistert werden.

Gemeinsam mit dem chinesischen Schulsportverband und dem Universitätssportverband des Landes, die beide dem Bildungsministerium unterstellt sind, wurden intensive Kooperationen vereinbart. Unter anderem soll eine von der Eintracht entwickelte virtuelle Fußballschule in über 270.000 chinesischen Bildungseinrichtungen im Unterricht eingesetzt werden. Zudem hatte der Bundesligaverein erst kürzlich ein weiteres Absichtsabkommen über die Förderung und den Austausch junger Fußballtalente mit der Gesellschaft des chinesischen Volkes für Freundschaft mit dem Ausland (CPAFFC) unterschrieben.

Eintrachts Sportvorstand Fredi Bobic (l.) im Gespräch mit  People’s Daily Online. (Bild: Eintracht Frankfurt)

„Diese nachhaltigen Kooperationen passen auch zur Eintracht“, so Vorstand Fredi Bobic im Gespräch mit People’s Daily Online. „Selbst wenn wir Tausend Trainer schicken, könnten wir nicht so viele Jugendliche erreichen wie mit unserer virtuellen Fußballschule. Es gibt hier eine große Masse fußballbegeisterter Chinesen und viel Potential für eine Zusammenarbeit von der beide Seiten profitieren, nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sportlich.“

Das starke Interesse an deutschem Fußball in China war Bobic erstmals Mitte der 1990er Jahre zu seiner aktiven Spielerzeit aufgefallen. „Damals muss die Bundesliga hier schon im Fernsehen übertragen worden sein, denn seit meiner Zeit beim VfB Stuttgart bekam ich immer viele Briefe von Chinesen. Auch heute schreiben mir manchmal noch Leute aus China.“

Um die Beziehungen zu China weiter zu festigen, ist bereits der nächste Besuch aus Frankfurt geplant. Vom 22. bis zum 27. Mai wird die gesamte Bundesligamannschaft das Land bereisen und dabei unter anderem ein Spiel gegen den Vfl Wolfsburg in Foshan bestreiten – vorausgesetzt das Endspiel in der Europa League wird nicht erreicht, denn das findet am 29. Mai in Baku statt. Von einer möglichen Endspielteilnahme trennt Frankfurt nur noch das Halbfinale gegen den FC Chelsea aus London.

Zwar freue sich Bobic riesig auf die bevorstehende Chinatour, jedoch müsse diese leider verschoben werden „falls wir Chelsea raushauen, wovon ich ausgehe“, so der Manager mit einem Augenzwinkern.

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