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Stadtverwaltung in China: Wie Technologien das Alltagsleben verbessern

(CRI)

Donnerstag, 18. April 2019

  

Explodierende Einwohnerzahl, nervtötende Verkehrstaus und immer höhere Immobilienpreise – das Leben in vielen chinesischen Metropolen ist nicht leicht. Die ostchinesische Metropole Hangzhou mit einer Einwohnerzahl von zehn Millionen lag beispielsweise vor zwei Jahren noch auf dem fünften Platz in der Rangliste überlasteter Städte Chinas. Dank des von dem Internetkonzern Alibaba entworfenen „Stadt-Gehirn-System" befindet sie sich nun nur noch auf dem 57. Rang.

Das neue System, das durch künstliche Intelligenz und Cloud-Computing-Technologie unterstützt wird, kann automatisch Verkehrstaus und Unfälle erkennen. Das hilft der Stadtverwaltung, sofort auf ein kleines Problem reagieren zu können, bevor sich dieses zu einem großen auswächst.

Der Verkehrspolizist Yu Limin arbeitet seit 2017 mit dem „Stadt-Gehirn-System" zusammen. Er meint, dass das System die Effizienz des Straßennetzes erheblich verbessert habe.

„Nach unserer Berechnung liefert das System täglich 40.000 bis 50.000 Alarme, etwa das Neunfache der Anzahl von traditionellen Alarmen. Es meldet Probleme, bevor die Verkehrsteilnehmer sie bemerken. Unsere Leitstelle schickt dann sofort Polizisten mit Motorrädern, um die Probleme so schnell wie möglich zu lösen. Ein solches System kann für unser Team etwa 200 Polizisten einsparen. "

Die Smart-City-Technologie lässt sich nicht nur im Verkehrsbereich einsetzen. Sie wird auch in anderen Bereichen angewandt, wie bei öffentlichem Dienstleistungen, medizinischer Versorgung, Tourismus und Sport.

Xu Liyi, Bürgermeister von Hangzhou, ist auch der Meinung, dass die sogenannte KI, künstliche Intelligenz, der Stadtverwaltung in Zukunft noch besser dienen sollte.

„Wir werden die Kommerzialisierung von 5G nutzen, um die künstliche Intelligenz besser mit der Stadtverwaltung zu verbinden. Den Problemen und Schwierigkeiten bei der Stadtverwaltung wird weiterhin große Aufmerksamkeit geschenkt, um die Verwirklichung intelligenter öffentlicher Verwaltung zu beschleunigen."

Diese Art von neuartigen intelligenten Technologien hat bereits das Leben der Menschen verändert, sagt Chen Wei, ein Bewohner von Hangzhou.

„Ich muss meine Brieftasche in Hangzhou gar nicht mitnehmen, weil ich alles bargeldlos bezahle. Es ist sehr praktisch. Viele Dienstleistungen der Regierung sind elektronisch zugänglich. Wir genießen einfache Parkmöglichkeiten sowie bequeme Dienstleistungen in den Krankenhäusern. Man spürt in Hangzhou überall den Komfort durch die Anwendung von Informationen und Daten."

Sun Pishu ist Präsident und CEO des IT-Unternehmens Inspur, das im Bereich Cloud-Computing und Big Data landesweit führend ist. Er sagt, die Smart-City-Technologien sollten in erster Linie den Grundbedürfnissen der Menschen dienen. Er meint auch, dass Betreiber wie Alibaba und Inspur in diesem Bereich mehr zusammenarbeiten anstatt miteinander konkurrieren sollten.

„Die Betreiber der Smart City unterstützen die Regierung bei der Planung, Finanzierung, dem Aufbau und dem ‚Betrieb' der Stadt. Diese Akteure sollten zusammenarbeiten und voneinander lernen. Unser gemeinsames Ziel ist es, intelligente Städte zu bauen, die Regierungsverwaltung zu optimieren und dadurch unsere Menschen und unsere Industrien besser zu bedienen."

Die von Inspur entworfene App icity365 wird bereits in 38 Städten eingesetzt. Durch diese App erhält man nicht nur Zugang zu verschiedenen Dienstleistungen der Regierung, sondern die Einwohner können damit auch direkt Strom, Wasser und Gas bezahlen, sich über die aktuelle Verkehrslage und Parkmöglichkeiten informieren und sogar Haushaltshilfen bestellen.

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