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Chinesischer Internetriese führt Registrierungssystem im Kampf gegen Spielsucht ein

(German.people.cn)
Mittwoch, 07. November 2018
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Tencent Holdings, Chinas größter Anbieter für Onlinespiele, gab am Montag bekannt, ein Registrierungssystem für die echten Namen seiner Spieler einführen zu wollen. Das System soll mit Chinas Datenbank für Öffentliche Sicherheit verbunden sein und so minderjährige Spieler identifizieren, um sie beim Kampf gegen Spielsucht zu unterstützen.

Laut der Unternehmensankündigung müssen alle Nutzer vor dem Zugriff auf Onlinespiele ein obligatorisches Registrierungsverfahren durchlaufen, bei dem sie aufgefordert werden, ihre Ausweisnummer und ihren Namen einzugeben. Die Registrierung basiert auf Daten, die von der nationalen Datenbank für Öffentliche Sicherheit bereitgestellt werden, und trägt dazu bei, jugendliche Nutzer an der Verwendung gefälschter Identitäten zu hindern.

„Nutzer unter 12 Jahren können unsere Videospiele nur eine Stunde pro Tag spielen, während die zugewiesene Spielzeit für ältere Jugendliche zwei Stunden pro Tag beträgt“, heißt es in der Mitteilung.

Die Ankündigung erfolgte, nachdem die chinesischen Behörden bereits im August ein Programm zur Reduzierung der Anzahl und Spielzeit von Onlinespielen für Jugendliche herausgegeben hatte. Mit diesen Anstrengungen soll sowohl gegen Spielsucht als auch gegen Kurzsichtigkeit bei Jugendlichen vorgegangen werden.

Nach dem Boom der chinesischen Onlinespielbranche in den letzten Jahren, sind jugendliche Onlinespielsüchtige in den Fokus der Öffentlichkeit und der Regierung gerückt. Viele Stimmen wurden laut, dass die laxen Vorschriften zu einer verstärkten Spielsucht unter Jugendlichen geführt hätten. Laut einer im Jahr 2018 durchgeführten Umfrage des chinesischen Bildungsministeriums, besteht für rund 18 Prozent der chinesischen Teenager die Gefahr, eine Spielsucht zu entwickeln und täglich vier bis fünf Stunden mit Onlinespielen zu verbringen.

„Tencent geht als Internetunternehmen mit gutem Beispiel voran. Diese Unternehmen sollten soziale Verantwortung übernehmen und die wachsende Spielsucht unter Jugendlichen angehen, indem sie mit Regierungsstellen, Eltern und Schulen zusammenarbeiten“, sagte Liu Xingliang, Leiter des DCCI Internet Research Institutes, gegenüber der Nachrichtenagentur Xinhua.

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