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Iran verurteilt scharf die Neuauflage der Sanktionen durch die USA

(German.china.org.cn)
Dienstag, 06. November 2018
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Irans Oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei wies am Samstag die neuen durch die USA verhängten Sanktionen als verfehlt zurück. Dies berichtete die staatliche Nachrichtenagentur IRNA.

Die USA hätten durch den Rückgriff auf Sanktionen den Versuch unternommen, " die Wirtschaft des Irans zu schädigen und niedrig zu halten. Im Endeffekt hat das jedoch nur dazu geführt, dass das Land auf breiter Front die Selbstversorgung ansteuert,"so Khamenei.

"In der Vergangenheit waren die Iraner daran gewohnt, alles zu importieren. Heute aber sind sie in der Lage, diese Importgüter selbst herzustellen."

In den letzten vier Jahrzehnten seien die USA stets die "Verlierer" im Streit mit dem Iran gewesen.

Im Laufe der letzten vierzig Jahre seien die Vereinigten Staaten auf eine Reihe von Maßnahmen verfallen, darunter militärische und wirtschaftliche Kriegsführung, um Irans Unabhängigkeit herauszufordern, wurde Khamenei zitiert.

"Der Feind versucht, seine Herrschaft über uns wiederherzustellen, aber dies ist ohne Aussicht auf Erfolg," fügte er hinzu.

Die Bemerkungen des iranischen Spitzenpolitikers erfolgten einen Tag nachdem Washington die Wiedereinsetzung der umfassenden Sanktionen gegen Teheran angekündigt hatten.

In einer Stellungnahme des Weißen Hauses vom Freitag hieß es, dass die Sanktionen gegen den Iran, die am 5. November in Kraft träten, die bislang"härtesten" und "umfassendsten" sein werden, die auf zahlreiche "kritische Bereiche" des Landes wie Energie, Schifffahrt, Schiffsbau und Finanzwesen zielten.

Am Samstag veröffentlichte das iranische Außenministerium eine Stellungnahme, in der es heftig auf die Wiedereinsetzung der US-Sanktionen gegen die Islamische Republik reagierte.

"Auch wenn dieser Schritt der Vereinigten Staaten im Vergleich zu den vorangegangenen sechs Monaten nur wenige konkrete negative Auswirkungen auf die iranische Wirtschaft haben wird, ist er doch als großer politischer und moralischer Skandal für das herrschende US-Regime anzusehen," heißt es in dem Statement, das auf der Website des Ministeriums veröffentlicht wurde.

"Dieser Schritt der USA bedeutet eine Verletzung des JCPOA (Joint Comprehensive Plan of Action), einen Bruch der Resolution 2231 des UN-Sicherheitsrates und eine Verletzung des Urteilsspruchs des Internationalen Gerichtshofes (ICC). Er steht unmittelbar in Widerspruch zum erklärten Willen der Mehrheit der internationalen Gemeinschaft. Er ist eine klare Mißachtung humanitärer, rechtlicher und moralischer Prinzipien."

Die Islamische Republik Iran verurteile die Verhängung "illegaler" Sanktionendurch die USA, hob die Stellungnahme hervor.

Der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif telefonierte mit der EU-Kommissarin für Außenpolitik, Federica Mogherini, und seinen Amtskollegen aus Deutschland, Schweden und Dänemark, um Gegenmaßnahmen gegen die Handlungsweise der Vereinigten Staaten zu erörtern.

Am Freitag sagte der Sprecher des Außenministeriums, Bahram Qasemi, gegenüber dem staatlichen Fernsehsender IRIB TV, dass sein Land keine "Furcht" vor den neuen US-Sanktionen habe, die den Zahlungsverkehr und die Rohölverkäufe des Landes beträfen.

Die Iraner würden beweisen, dass sie sich durch amerikanis Sanktionsmaßnahmen, die er als "psychologische Kriegsführung" bezeichnete, nicht einschüchtern ließen.

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