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Behörden kündigen gemeinsamen Schutz des Jangtse an

(German.people.cn)
Dienstag, 06. November 2018
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In den letzten Jahrzehnten hat sich das ökologische Umfeld des Jangtse-Flusses durch menschliche Aktivitäten verschlechtert. Nun haben sich mehrere chinesische Zentral- und Provinzregierungsorgane zusammengeschlossen, um gemeinsam die ökologische Umgebung des "Mutterflusses" zu schützen.

Trotz ermutigender Ergebnisse bei der Eindämmung der raschen Dezimierung aquatischer biologischer Ressourcen im Jangtse-Fluss, sei die aktuelle Umweltschutzsituation des Flusses weiterhin schwierig und komplex, sagte Han Changfu, Chef des Ministeriums für Landwirtschaft und Angelegenheiten des ländlichen Raums, am Samstag auf einem Forum in Wuhan, in der zentralchinesischen Provinz Hubei.

„Der Schutz der aquatischen biologischen Ressourcen des Jangtse-Flusses und die Wiederherstellung seiner ökologischen Umgebung ist ein umfangreiches und umfassendes soziales Projekt von großer Bedeutung“, so Han.

Auf dem Forum haben fünf Abteilungen der Zentralregierung sowie die Lokalregierungen von 15 Provinzen, Regionen und Gemeinden entlang des Jangtse gemeinsam eine Erklärung zum Schutz des Flusses abgegeben.

Han sagte, der Wiederherstellung der ökologischen Umwelt des Jangtse sollte oberste Priorität eingeräumt werden, während der Lebensunterhalt der Fischer durch die Erforschung eines diversifizierten Öko-Ausgleichsmechanismus gewährleistet werden sollte.

Li Chunliang, stellvertretender Direktor der Staatlichen Forst- und Grünlandverwaltung, sagte, die Regierung werde umfassende Wiederherstellungsprojekte für Wälder, Grünland und Feuchtgebiete im Umland des Jangtse-Flusses durchführen, um die Stabilität und Tragfähigkeit des ökologischen Systems zu verbessern.

Bis Ende 2017 wurden laut Li 896 Naturschutzgebiete in den Provinzen, Regionen und Gemeinden errichtet, durch die der Strom des Jangtse verläuft.

Der Jangtse-Fluss erstreckt sich über 6.000 Kilometer und ist damit der drittlängste Fluss der Welt. Das Flusseinzugsgebiet deckt ein Fünftel des chinesischen Territoriums ab, beherbergt ein Drittel der nationalen Bevölkerung und macht zwei Fünftel des BIP des Landes aus. Der Jangtse ist auch die Heimat von 424 Fischarten, von denen 183 landeseigen sind.

„Die aquatische Umwelt des Jangtse-Flusses sieht sich mit zahlreichen Problemen konfrontiert. Dazu gehören der Bau von Wasserkonservierungsprojekten, die Trennung von Flüssen und Seen, Überfischung, Wasserverschmutzung und das Eindringen fremder Arten“, erklärt Chen Yiyu, Akademiker der Chinesischen Akademie der Wissenschaften.

Es gibt mehr als 50.000 Staudämme im Becken des Jangtse-Flusses, darunter fast 20.000 Wasserkraftwerke. Diese haben einen großen Einfluss auf die ökologische Umgebung des Flusses. 

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