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NRW-Minister Pinkwart: Kreativer und produktiver Wettbewerb ist zentral

(German.people.cn)
Donnerstag, 25. Oktober 2018
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Unter der Leitung des Ministers für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, Prof. Dr. Andreas Pinkwart, reiste eine Delegation aus Politik und Wirtschaft nach China, um sich mit Partnern in Beijing, Nanjing und Chengdu auszutauschen.

People's Daily Online traf Minister Pinwart zum Interview und sprach mit ihm über die Ziele und Erwartungen seiner China-Reise, NRWs Rolle bei der „Belt and Road“-Initiative, den Kooperationswettbewerb zwischen China und Deutschland in der digitalen Industrie und die aktuellen Verhandlungen zum europäisch-chinesischen Bilateralen Investitionsvertrag.

Herr Minister, können Sie uns Ihre aktuelle Reise nach China kurz vorstellen und uns erläutern, was Ihre Ziele und Erwartungen sind?

Wir sind hier mit einer großen Delegation aus Deutschland, aus dem mit Abstand größten Bundesland Nordrhein-Westfalen, um in China unsere guten Kontakte zu pflegen und weiter zu intensivieren. Wir wollen die Themen, die uns unter den Nägeln brennen, besonders in den Mittelpunkt stellen.

Dazu gehört das ganz große Thema Smart Mobility. Deutschland ist das Mobilitätsland, das Autoland. Das Auto wird sich verändern. Sowohl was die Motorisierung angehet, mit Elektromobilität, aber auch die Frage, wer steuert das Auto, Stichwort autonomes Fahren, wird natürlich im Zuge der Digitalisierung ein ganz großes Thema.

Aber natürlich auch die Produktionstechnologie. Wie produzieren wir das Auto der Zukunft? Hier ist natürlich Industrie 4.0 ein ganz großes Thema für uns, das vernetze Arbeiten von Mensch und Maschine. Das steht alles unter dem Dach von Smart Mobility.

Ein weiteres Thema, das uns natürlich bestimmt, ist die Energiewende. In Deutschland und auch sicherlich in China ist dies ein großes Thema. Wie organisieren wir die Energiesysteme der Zukunft? Auch hier hilft uns die Digitalisierung, die Klimaherausforderung besser bewältigen zu können. Wie schaffen wir es die erneuerbaren Energien besser in unser Energiesystem zu integrieren und deren Volatilität zu beherrschen? Das sind auch Themen, die wir hier gerne ansprechen möchten.

China ist der weltweit zweitgrößte Handelspartner von NRW. Außerdem gibt es in dem Bundesland die meisten chinesischen Unternehmen in ganz Europa. Wie bewerten Sie die Handelsbeziehungen zu China?

China ist für uns aus nordrhein-westfälischer Sicht ein ganz entscheidender Partner. Es ist der außerhalb Europas international größte Handelspartner für Nordrhein-Westfalen, Tendenz weiter kräftig steigend. Wir sind stolz darauf, dass die große Zahl, der chinesischen Unternehmen mit Hauptsitz in Europa, diesen in Nordrhein-Westfalen haben. Wir haben mittlerweile über 1.200 Unternehmen aus China, mit starkem Wachstum gerade in den letzten Jahren. Ich habe viele Besuche bei chinesischen Unternehmen in meinem Bundesland und ich glaube sagen zu dürfen, dass sich die Unternehmen dort sehr wohl fühlen, dass sie sich sehr gut aufgenommen sehen, dass sie hervorragendes Personal antreffen, was ja auch ganz entscheidend ist, und dass sie sich schnell sehr gut vernetzen können.

Das Schöne ist ja, dass Nordrhein-Westfalen ist im Zentrum Deutschlands ist, sogar im Zentrum Europas. Wenn Sie einen Zirkel um Nordrhein-Westfalen herumschlagen, dann erreichen Sie 200 Millionen Kundinnen und Kunden im Umkreis, im Herzen Europas. Das ist natürlich für chinesische Unternehmen, die dort auch ihren Absatzmarkt finden wollen, ein ganz spannender Standort.

Möchte sich NRW an der chinesischen „Belt and Road“-Initiative beteiligen? Und wenn ja, wurden bereits Pläne ausgearbeitet?

Wir sind diesbezüglich im engen Kontakt, der chinesische Staatspräsident hat ja Nordrhein-Westfalen auch im Jahr 2014 besucht. Wir haben in Duisburg den Endpunkt der Seidenstraße, wie sie auch gerne bezeichnet wird. Duisburg ist der größte Binnenhafen Europas. Es ist ein großer Umschlagplatz für Waren und Dienstleistungen, der sich auch sehr dynamisch entwickelt. Ich denke, es ist von China auch sehr gut gewählt worden, den Endpunkt der Seidenstraße dort hin zu legen, um von dort aus ganz Europa beliefern zu können.

Wir sind sehr daran interessiert, das Seidenstraßen-Projekt von unserer Seite aus mitzubegleiten. Wir müssen natürlich klären, und dazu dienen auch unsere Gespräche hier, wie die Bedingungen für Investitionen auf beiden Seiten sind. Zu welchen Bedingungen können wir an diesem Seidenstraßen-Projekt teilhaben? Aber wir sind dafür sehr offen und wir glauben dafür auch ganz wichtiger Partner sein zu können.


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