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Ministerium: Mahlzeiten für Schüler müssen sicher sein

(German.people.cn)
Samstag, 29. September 2018
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Nach mehreren Fällen von ungenießbarem Essen in Schulkantinen, hat nun das chinesische Ministerium für Bildung die lokalen Behörden aufgefordert, Lebensmittelsicherheitsrisiken umgehend zu prüfen und zu beseitigen.

Die zentralen Behörden drängten die Beamten in den Provinzen Jiangxi und Henan dazu, unverzüglich dementsprechende Untersuchungen einzuleiten und Lieferanten minderwertiger Lebensmittel aufzulisten, hieß es in einer Erklärung des Ministeriums vom Freitag.

Der Schritt des Ministeriums ist eine Reaktion auf die öffentliche Empörung über zwei aktuelle Lebensmittelskandale in ländlichen Schulkantinen.

Lokale Beamte wurden am Donnerstag von der Schulaufsichtsabteilung des Staatsrats vorgeladen und aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um ähnliche Fälle zu verhindern und Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen, hieß es in der Erklärung.

Die Schulaufsicht forderte die lokalen Behörden auf, die Messlatte für Lebensmittellieferanten höher zu setzen und die Überwachung der Lebensmittelsicherheit zu verstärken. Außerdem sollten die in die Skandale verwickelten Lieferanten auf eine schwarze Liste gesetzt werden.

Zudem wurden die Kantinen von der Schulaufsichtsabteilung aufgefordert, Daten wie Nahrungsmittelkosten, Geldmittelquellen und Lieferanteninformationen den Medien und der Öffentlichkeit transparent zur Verfügung zu stellen.

Die Ministeriumsabteilung werde laut der Erklärungzeitnah eine Ortsinspektion organisieren.

Anfang dieses Monats erkrankten nach dem Verzehr von Schulmahlzeiten 25 Schüler aus sieben Schulen des Bezirks Wan'an, Jiangxi. Die Mahlzeiten stehen im Verdacht, abgelaufene Lebensmittel enthalten zu haben. Die lokalen Behörden sehen die Verantwortung bei den Schulen, sie hätten die Transportvorschriften für die Kühlkette nicht eingehalten. Mehrere Beamte vor Ort wurden suspendiert oder verwarnt. Alle Schüler konnten sich bereits erholen und in die Schule zurückkehren.

Am 12. September wurde bekannt, dass das Kantinenessen der Dacao-Grundschule im Kreis Shangshui, Provinz Henan, weit unterhalb der Ernährungsstandards der örtlichen Bildungsbehörde lag. Der Schulleiter und ein für die Schule zuständiger Ernährungsexperte wurden am nächsten Tag suspendiert.

Im Jahr 2011 startete China einen groß angelegten Plan mit Fördergeldern von mehr als 16 Milliarden Yuan (2 Milliarden Euro) pro Jahr, um sicherzustellen, dass unterprivilegierte Kinder gesunde und kostenfreie Mahlzeiten genießen können.

Die aktuellen Fälle wurden auch im Internet breit diskutiert. Ein Blogger mit dem Nutzernamen „Jiangziya“ zeigte sich empört und sagte, strikte Aufsicht sei entscheidend um zu verhindern, dass solche Fälle erneut auftreten. Er regte zudem an, Kameras in den Schulkantinen zu installieren. „Die Schulleiter und Lehrer sollten die gleichen Mahlzeiten gemeinsam mit den Kindern essen“, schrieb er.

Ein weiterer Blogger schlug vor, dass das Inspektionsteam einen Kommunikationskanal mit den Schülern einrichten sollte, mit Hilfe dessen sie sich direkt zu ihren Mahlzeiten zu Wort melden können. „Ansonsten tauchen die Probleme wieder auf, sobald das Inspektionsteam abreist“, schrieb er. 

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