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Wind- und Sonnenenergie wird künftig massiv wichtiger

(German.china.org.cn)
Montag, 06. August 2018
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Bis zum Jahr 2050 werden Wind- und Solaranlagen etwa 50 Prozent der weltweit erzeugten Energie liefern, hieß es in einem kürzlich erschienen Bericht. Dies sei vor allem auf niedrigere Produktionskosten zurückzuführen, bei denen China die Führung einnehmen wird.

Laut einem Bericht von Bloomberg New Energy Finance wird die Erzeugung sauberer Energie in China besonders stark zunehmen. Gleichzeitig wird die Energiespeicherung von rasanten Fortschritten bei der Batterietechnologie profitieren. Bis 2050 wird China eine Topposition bei Wind- und Solarenergie sowie im Markt für Speicherbatterien erobern.

Chinas gesamte Kapazitäten in der Wind- und der Solarenergie werden bis zum Jahr 2050 voraussichtlich 1.003 beziehungsweise 1.137 Gigawatt erreichen. Das macht etwa 30 Prozent beziehungsweise 21 Prozent des Marktanteils aus. Die Gesamtkapazität von Batterien (kleine und große) wird sich schätzungsweise auf 154 GW belaufen, was 14 Prozent der weltweiten Gesamtmenge entspricht.

"Die Errichtung neuer Wind- und Solarkraftwerke wird aufgrund der niedrigeren Produktionskosten in China günstiger sein als der Bau neuer Kohlekraftwerke", sagte Yvonne Liu, eine Energieanalystin bei BNEF. „Bis 2028 werden die Kosten für neue Wind- und Solarkraftwerke sogar geringer sein als für bestehende Kohlekraftwerke.“ Das BNEF rechne deswegen damit, dass China spätestens ab 2025 aus Kostengründen keine neuen Kohlekraftwerke mehr ans Netz nehmen wird.

Darüber hinaus rechnen die Autoren der Studie damit, dass die Energieerzeugung auf Kohlebasis von 2020 bis 2050 von 62 Prozent auf nur noch 16 Prozent zurückgehen wird, während die Wind- und Solarenergieerzeugung von 6 Prozent auf 31 Prozent und von 4 Prozent auf 15 Prozent ansteigt. Andere erneuerbare Energien wie Wasserkraft und Kernenergie werden ebenfalls substanziell wachsen.

In den Richtlinien für erneuerbare Energien während des 13. Fünfjahresplans (2016-20) schrieb die Nationale Energiebehörde, dass China 2,3 Billionen Yuan (337 Milliarden US-Dollar) in die Entwicklung von nichtfossilen Energiequellen investieren wird. Bis 2020 werden nichtfossile Quellen 15 Prozent des gesamten Energieverbrauchs ausmachen – und bis 2030 werden es sogar 20 Prozent sein.

Im ersten Quartal des Jahres 2018 stieg die installierte Kapazität erneuerbarer Energien in China um 15,35 Millionen Kilowatt auf 666 Millionen Kilowatt. Die Wind- und Solarenergie nahm um 25,2 Prozent beziehungsweise 21 Prozent zu. Die installierte Kapazität aus erneuerbaren Energien betrug 36,9 Prozent der gesamten Stromerzeugung, 0,3 Prozent mehr als Ende 2017.

Traditionelle Kohlekraftwerke haben bereits den Druck der Energiewende gespürt. Im Jahr 2014 erließ die kohlereiche Provinz Shanxi die Richtlinie, dass die dortigen Kohlekraftwerke kohlebefeuerte Generatoren mit einer Leistung von mehr als 300.000 kW ausschalten müssen, um den für 2017 festgelegten extrem niedrigen Emissionsgrenzwerten gerecht zu werden.

Das traditionelle Kohleunternehmen Shanxi Xingneng Power Co Ltd hat die Transformation bereits im Jahr 2015 abgeschlossen. "Die Investitionen in der ersten Phase betrugen 165 Millionen Yuan, während wir in der zweiten Phase 135 Millionen Yuan ausgaben“, sagte Wang Zhiqiang, Vizepräsident des Unternehmens. „Unsere Betriebskosten stiegen aufgrund der höheren Standards".

Dennoch habe sich das Projekt ausgezahlt, unterstrich Wang. Die Heizreform seiner Firma, ein andere Energietransitionsprojekt, habe rund 500 Millionen Yuan gekostet. Der endgültige Gewinn lang jedoch bei 600 Millionen Yuan. “Die Kosten für die Energieerzeugung sanken stark.”

Wang sagte zur China Daily, dass auch die Kohleunternehmen die Vorteile erneuerbarer Energie anerkennen müssen. “Dennoch bleibt die thermale Stromerzeugung für China von grundlegender Bedeutung, da sie die Energiesicherheit gewährleistet. Ihre Stabilität ist derzeit unersetzlich."

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