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Chinesische Experten fordern umfassendes Rauchverbot

(CRI)
Donnerstag, 11. Januar 2018
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China ist der weltweit größte Produzent und Verbraucher von Tabakwaren. Es gibt in China 300 Millionen Raucher. Dies gab das chinesische Institut für Gesundheitsentwicklung in seinem jährlichen Bericht 2017 über das Rauchverbot in China bekannt.

Einige Städte haben in den vergangenen Jahren ein gesetzliches Rauchverbot verabschiedet. Die Umsetzung dieser Verbote ist jedoch schwierig. Ein leitender Forscher und Professor des Instituts, Wang Ke'an, sagte:

Ein Drittel aller Raucher weltweit kommt aus China. Die chinesischen Raucher konsumieren 44 Prozent der Tabakwaren weltweit. Das ist mehr als der Tabakkonsum der zweit- und drittplatzierten Länder zusammengerechnet.

Jedes Jahr starben mehr als eine Million Chinesen an den Folgen des Rauchens. Ohne eine effektive Kontrolle wird diese Zahl bis zum Jahr 2050 auf drei Millionen Menschen steigen. China ist damit nicht nur der größte Produzent und Konsument der Welt, sondern auch das Land, in dem die meisten Menschen an den gesundheitlichen Folgen des Tabakkonsums leiden.

2003 hat China das Rahmenübereinkommen der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs unterzeichnet, welches drei Jahre später in China offiziell in Kraft trat. Inzwischen haben mehr als 30 chinesische Städte ein gesetzliches Rauchverbot verabschiedet, weitere Städte haben Gesetzesentwürfe ausgearbeitet.

In sieben chinesischen Städten wurde das Rauchen in allen öffentlichen Innenräumen und im Straßenverkehr verboten. Elf Städte, darunter Beijing, Shenzhen, Harbin und Xining, haben die Raucherzimmer verbannt.

Die Durchsetzung dieser Verbote ist jedoch schwierig. Professor Wang erklärte, dass es immer noch kein staatliches Rauchverbot gebe. Darüber hinaus wird nichts gegen die Werbung, das Angebot und Sponsoring der Tabakunternehmen getan. Außerdem ist die Tabaksteuer in China niedriger als von der WHO gefordert.

Es sei globaler Konsens, dass ein Rauchverbot hilfreich für die Gesundheit der Gesamtbevölkerung sei, sagte ein Forscher des chinesischen Zentrums für Krankheitsvorsorge, Yang Jie.

Den Erfahrungen in Irland, Neuseeland und Schottland zufolge konsumierten die Raucher nach der Einführung des Rauchverbots durchschnittlich drei Zigaretten weniger pro Tag als früher. Der Kohlenmonoxid- und Nikotingehalt im Blut halbierte sich und die Organe wurden besser mit Sauerstoff versorgt. Menschen, die in einer rauchfreien Umgebung arbeiten, leiden seltener an einer Erkrankung der Atemwege und des Herzens.

Der stellvertretende Direktor der staatlichen Kommission für Gesundheit und Familienplanung, Wang Hesheng, erklärte bei einer Veranstaltung zum öffentlichen Rauchverbot:

„Das Rauchverbot muss umfassender durchgesetzt werden. Wir müssen weiterhin daran arbeiten, mehr öffentliche Orte rauchfrei zu machen. Die Aufklärung muss verstärkt werden, um Jugendliche über die Gesundheitsrisiken des Tabakkonsums zu informieren. Neben dem gesetzlichen Verbot ist auch die selbstständige Kontrolle und das Bewusstsein für die Risiken wichtig."

Verfasst von Gao Mengyu

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