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„Keuschheitsklasse" in Nordostchina wird auf Betreiben von Behörden eingestellt

(German.china.org.cn)
Dienstag, 05. Dezember 2017
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Die Bildungsbehörden in der nordostchinesischen Provinz Liaoning haben einen Stopp für die Abhaltung einer „Keuschheitsklasse" erlassen. Bei dieser soll es laut den Anleitungen und Instruktoren darum gehen, die spezifische Moral und Disziplin von weiblichen Schülern zu verbessern. Am Sonntagmorgen sagten die Bildungsbehörden in Fushun, dass die Klasse „einige Probleme mit sozialen Moralvorstellungen habe“. Die Behörden bestätigten, dass diese Klassen ohne entsprechende Autorisierungen ins Leben gerufen worden seien und dass sie unverzüglich gestoppt wurden. Die Schülerinnen sollten so rasch wie möglich davon befreit werden, wie es von den Bildungsbehörden hieß.

Die Klasse sorgte vor kurzem für Kontroversen, nachdem ein Video im Internet veröffentlicht worden war. In diesem Video sagte ein Instruktor den Schülerinnen, dass „Frauen weniger reden sollen, mehr Hausarbeiten machen sollen und ansonsten den Mund halten sollen.“ Der Instruktor fuhr mit den Worten fort, dass „Frauen in der Gesellschaft niemals den Schritt nach oben machen werden, sondern immer am Bodensatz verbleiben sollten.“ Der Instruktor sagte weiter: „Wenn man einen Essenszustelldienst bestellt, anstatt selbst zu kochen, widerspricht dies den Regeln für die Frauen.“ Das Videomaterial, das auf dem Mikroblog Sina Weibo geteilt wurde, hat bis Sonntag um 1 Uhr Nachmittag mehr als 5.000 Kommentare nach sich gezogen, wobei viele User sich negativ äußerten und den Inhalt kritisierten.

„Warum bewegen sich diese Menschen von der Essenz der chinesischen Kultur weg und lernen stattdessen diesen Müll?", hieß es beispielweise in einem Kommentar auf dem sozialen Netzwerk Weibo. Die Klasse wird von einer Schule geleitet, die mit der „Fushun Traditional Cultural Research Association" (also der „Vereinigung für Untersuchungen von traditioneller Kultur in Fushun") in Zusammenhang steht. Die Vereinigung wurde im Jahr 2011 etabliert und folgte damals der Zustimmung des Büros für zivile Angelegenheiten von Fushun. In der Schule werden viele Kurse für traditionelle chinesische Kultur abgehalten. Es gibt auch eine seit längerem etablierte Klasse mit Unterrichtseinheiten für Teenager und rekrutierte Schüler aus dem ganzen Land. Mittlerweile wurden auch Zweigstellen in Städten wie Wenzhou, Zhengzhou und Sanya ins Leben gerufen.

Die ursprünglichen Untersuchungen der Bildungsbehörden haben herausgefunden, dass die Keuschheitsklasse auf einem unautorisierten Gebiet betrieben worden sei. Bei den Inhalten der Erziehung gäbe es Probleme mit den sozialen Moralvorstellungen. Diese würden in keiner Weise den sozialistischen Kernwerten chinesischer Prägung entsprechen. Die Behörden sagten, sie hätten aus dem Vorfall eine wichtige Lektion gelernt. Sie würden es in Zukunft keinen Institutionen mehr erlauben, ohne Autorisierung zu operieren. Das soll verhindern, dass eine derartige Situation gegen die Kernwerte des chinesischen Sozialismus verstoßen könne.

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