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Archäologen entdecken 3000 Jahre alte Grabanlage

(German.people.cn)
Dienstag, 05. Dezember 2017
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Ningxia könnte schon länger Teil des chinesischen Einflussgebiets gewesen sein als bisher angenommen, vor kurzem im Kreis Pengyang entdeckte Jadestatuetten in Insektenform deuten darauf hin.

Das Autonome Gebiet Ningxia im Nordwesten Chinas könnte schon länger zum chinesischen Einflussgebiet gehört haben als bisher angenommen, drauf deuten kürzlich entdeckte 3000 Jahre alte Grabfunde hin.

Renommierte Experten, unter anderem von der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften, der Peking-Universität und der Nanjing-Universität, nehmen an den Ausgrabungen der Yaoheyuan-Ruinen teil, die auf einem Gebiet von 620.000 Quadratmetern im Kreis Pengyang in Ningxia liegen.

Ma Qiang leitet das Ausgrabungsteam und teilte Xinhua am Montag mit, dass alle Grabanlagen dieses Jahr vor dem offiziellen Beginn der Ausgrabungen geplündert worden seien.

Allerdings habe man 13 Meter unter der Erde das Hauptgrab eines Fürsten entdeckt. Bronzegefäße mit Inschriften zur Identifikation des Fürsten habe man nicht gefunden, dafür aber zwei Jadestatuetten in Form von Gottesanbeterinnen.

Eine ähnliche Statuette hatte man bereits bei Ausgrabungen in der Nähe von Anyang gefunden. Die Stadt ist in der späten Shang-Dynastie (-1300 bis -1046) mal chinesische Hauptstadt gewesen, die dortige Ausgrabungsstätte Yinxu gehört zum UNESCO-Welterbe.

„Der Gegenstand aus Jade ist ein starkes Indiz für eine Verbindung zum chinesischen Herrscher zwischen der späten Shang-Dynastie bis zur Westlichen Zhou (-1046 bis -771)”, so Zhang Tian’en vom Archäologischen Forschungsinstitut der Provinz Shaanxi.

Laut Professor Liu Xu von der Peking-Universität legt der Fund nahe, dass Ningxia schon in der späten Shang-Dynastie Teil des chinesischen Einflussgebiets war, also 1000 Jahre früher als bisher angenommen.

Freigelegt wurde nur ein Viertel des Gebiets, Liu geht von 40 weiteren Gräbern in der Umgebung aus.

Experten glauben, die Gegend könnte Teil eines Fürstentums an der nördlichen Grenze des damaligen chinesischen Einflussgebiets gewesen sein. Zwei Gruben mit Überresten von zwölf Pferden und vier Streitwagen wurden in der Nähe des Fürstengrabs gefunden. Archäologen erwarten unter den Streitwagen noch mehr Pferdeknochen.

Neben den Grabanlagen wurden auch Ruinen einer Bronzegießerei, Festungsgräben, Drainagen und Straßennetze entdeckt. 

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