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China muss beim Fußball Jugend stärker fördern

(German.china.org.cn)
Montag, 07. August 2017
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China muss bei der Förderung junger Talente Japan folgen, wenn das Land eine ernstzunehmende Fußball-Nation werden will. Dies sagte Andy Roxburgh, ehemaliger Trainer der schottischen Nationalmannschaft und derzeitiger technischer Direktor der UEFA.

Die chinesischen Fußballvereine der Super League haben in den letzten Jahren Schlagzeilen gemacht, weil sie riesige Summen aufbrachten, um ausländische Fußballstars nach Ostasien zu locken. Roxburgh warnt aber, dass dies wenig nützt, wenn das Land nicht einen stetigen Strom von Spielern aus allen Altersgruppen hervorbringt.

„Sehen wir uns China an: Befindet sich in den Jugendturnieren eines unserer Teams?“, fragt Roxburgh, der derzeit als technischer Direktor beim asiatischen Fußballverband arbeitet. „Wo sind sie? Man kann sie nicht einmal sehen. Wenn China gut sein will, dann ist das ein Element. Aber wir sehen keine Nachwuchsspieler.“

Japan habe letztes Jahr bei den Unter-23-Jährigen gewonnen. Japan habe auch zum ersten Mal einen Sieg der Unter-19-Jährigen davontragen können und Japan sei bei den Spielern unter 16 Jahren unter den vier besten. „Da ist viel Talent zu sehen. Das muss über eine längere Periode getan werden. Es reicht nicht, ein gutes Jahr zu haben.“

China hat sich vorgenommen, eine globale Fußballmacht zu werden. Auf dem höchsten Niveau ist die Erfolgsbilanz des Landes jedoch eher schlecht. China konnte bislang erst einmal bei einer Weltmeisterschaft mitspielen. Das war 2002. Die chinesischen Jugendmannschaften hatten in den letzten Jahren sogar auf regionaler Ebene kontinuierlich zu kämpfen. Das letzte Mal, dass sich das Land für eine Jugendweltmeisterschaft qualifizierte, war 2005, als es sowohl mit den Spielern unter 17 und 20 Jahren teilnehmen konnte.

Roxburgh bestreitet nicht, dass es seine Vorteile hat, hochkarätige ausländische Spieler einzukaufen. Trotzdem müsse China mehrere Wege gleichzeitig gehen, wenn das Land erfolgreich werden soll.

„Der Kauf eines ausländischen Starspielers ist zwar hilfreich“, sagte er. Japan sei mit Zico ein gutes Beispiel hierfür. „Eine Reihe von Spielern konnte sich dank ihm entwickeln. Wenn die Vorbilder und die chinesischen Spieler gemeinsam mit brasilianischen Spielern zusammen spielen, hilft ihnen das bei der Entwicklung. Es hebt den Standard. Aber das reicht nicht. Es braucht einen Erfolg von den Wurzeln her.“

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