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Smart-Kameras für Haushalte können Schutz der Privatsphäre beeinträchtigen

(German.china.org.cn)
Dienstag, 20. Juni 2017
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Chinas Staatliche Hauptverwaltung für Qualitätskontrolle, Inspektion und Quarantäne hat am Samstag eine Warnung auf ihrer Website herausgegeben, laut der zahlreiche Smart-Kameras als gefährdet für Qualitäts- und Sicherheitslücken eingestuft worden seien.

Chinas Staatliche Hauptverwaltung für Qualitätskontrolle, Inspektion und Quarantäne hat am Samstag eine Warnung auf ihrer Website herausgegeben, in der es heißt, sie habe entdeckt, dass 32 von 40 Lieferungen von Smart-Kameras als gefährdet für Qualitäts- und Sicherheitslücken eingestuft worden seien, was zu gehackten Überwachungsvideos oder böswilliger Kontrolle von Kameras führen könnte, wie China Central Television berichtete. Der Hauptverwaltung für Qualitätskontrolle, Inspektion und Quarantäne zufolge liegen diese Risiken in den Informationssystemen, in der Datenübertragungsfähigkeit und in den mobilen Apps. Bei unsachgemäßer Nutzung könnten die Kameras das Durchsickern privater Daten und sogar Vermögensschäden verursachen.

Mit Zugang zu Wi-Fi und einer App können Nutzer einen Haushalt fernüberwachen, Sprachanrufe mit anderen Familienmitgliedern durchführen, Videos austauschen, Überwachungswinkel ferneinstellen und im Bedarfsfalls die Polizei anrufen. Allerdings wächst rapide eine illegale Industrie, die Passwort-Entschlüsselung, Eindringen in Systeme und Verletzung der Privatsphäre durch illegale Überwachung oder Live-Übertragungen der privaten Daten von Bürgern betreibt, erklärte CCTV. Nachdem er einem Online-Händler 188 Yuan (25 Euro) gezahlt hatte, erhielt ein CCTV-Journalist zwei Passwort-Entschlüsselungs-Tools für Smart-Kameras zusammen mit detaillierten Instruktionen darüber, wie man sie benutzt. Mit IP-Adressen, Account-Namen und Passwörtern, die von dem Verkäufer bereitgestellt wurden, konnte sich der Journalist in zwei Smart-Kamera-Accounts einloggen und Zugang zu Echtzeit-Bildern der beiden Haushalte erlangen, ohne bemerkt zu werden. Auch die Fernsteuerung der Kameras war möglich.

In dem Bericht wurde außerdem offengelegt, dass IP-Adressen kostenlos in einigen QQ-Instant-Messaging-Gruppen vergeben wurden. In einer Gruppe, die knapp 2.000 Mitglieder hatte, wurde ein aktuelles Dokument zur Passwort-Entschlüsselung mit 200 bis 400 IP-Adressen täglich verschickt. Jedes der Dokumente war mehrere hundert Male heruntergeladen worden. Die Feststellungen wurden der Polizei gemeldet.

Ein Netzwerksicherheitsexperte sagte, dass Smart-Kameras, die für die Stadtverwaltung und Verkehrsüberwachung genutzt würden, wegen des schlechten Passwort-Designs ebenfalls leicht zu hacken seien. Xiao Zhonghua, Jura-Professor, erklärte, die Aneignung, der Verkauf und die Zurverfügungstellung von mehr als 50 persönlichen Daten durch illegale Mittel stelle eine Straftat dar.

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