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Internetliteratur kreiert Millionäre

(German.people.cn)
Donnerstag, 20. April 2017
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In China wird gerne mit dem Smartphone gelesen. Online-Literatur erfreut sich daher großer Beliebtheit und erfolgreichen Autoren winken neben Ruhm auch hohe Einnahmen durch Lizenzgebühren.

Online-Schriftsteller Zhang Wei, der unter dem Pseudonym Tang Jia San Shao schreibt. (Foto: Xinhua)

Tang Jia San Shao, der mit bürgerlichem Namen Zhang Wei heißt, führt erneut das aktuelle Einkommensranking chinesischer Online-Schriftsteller an. Mit Einnahmen von 122 Millionen Yuan (16,53 Millionen Euro) aus Lizenzgebühren steht der Schriftsteller zum vierten Mal auf dem ersten Platz.

Zhang wurde 1981 geboren und arbeitete nach seinem Studium an der Universität Hebei für eine kleine IT-Firma. 2003 wurde er von dem schwächelnden Unternehmen freigestellt. 2004 begann er damit, seinen ersten Online-Roman zu schreiben, „Guang zhi Zi“ oder der „Sohn des Lichts“. 2012 führte der junge Schriftsteller zum ersten Mal das Ranking an.

Viele andere Online-Autoren wie Tiancan Tudou und Wo Chi Xihongshi (beides Pseudonyme) wurden wegen ihrer Werke und beneidenswerten Lizenzeinnahmen berühmt. Eine Reihe von populären TV-Serien, Animationen und Spielen wurden von ihren Schriften adaptiert, darunter „Nirvana in Fire“ und „The Journey of Flower“.

Allerdings hat nicht jeder Online-Schriftsteller so viel Glück wie sie. Einem Bericht der Yangtze Evening Post zufolge arbeiten die meisten Online-Schriftsteller zehn Stunden am Tag, um faszinierende Geschichten zu schaffen.

Der Auto mit dem Pseudonym Angel Oscar aus Nanjing fing 2006 an, als Teilzeitjob im Internet zu schreiben. Er gab seine reguläre Stellung 2015 auf, um hauptberuflich zu schreiben. „Viele Leute glauben, dass Online-Schriftsteller unordentlich und schlampig wären. Manche denken sogar, dass wir Kostüme tragen würden, wenn wir Geschichten über Menschen in längst vergangenen Zeiten schreiben. Ich mache das jedenfalls nicht“, erklärt Angel Oscar, der durch sein Leben als Vater geerdet wird.

„Es ist einfach, ein Online-Schriftsteller zu werden, aber nicht so einfach, berühmt zu werden. Ich empfehle, dass Leute zuerst damit anfangen, nebenberuflich zu schreiben“, so Angel Oscar. Nur besonders qualifizierte Schriftsteller können für große Internet-Literaturportale, wie beispielsweise Qidian.com, schreiben. Er verbringe selbst jeden Tag mindestens zehn Stunden mit dem Schreiben.

Laut Yang Chen, dem Chefredakteur von Qidian.com, gibt es Zehntausende von Schriftstellern, die ihre Geschichten auf Qidian.com hochstellen. „Es gibt auch immer mehr Online-Schriftstellerinnen und einige von ihnen sind sogar noch Teenager“, erklärt Yang.

Fantasy-Geschichten mit Kampfkunstelementen sind das beliebteste Genre online. Selbst Leser außerhalb Chinas erfreuen sich an diesen Geschichten. Wuxiaworld.com, eine Internetseite die englische Versionen von chinesischen Kung-Fu- und Fantasy-Romanen veröffentlicht, erfreut sich besonders in den USA einiger Beliebtheit. Nach Angaben von Alexa, einem Online-Dienst zur Analyse von Seitenaufrufen, lag die Seite im Dezember 2016 auf Platz 1.525 der Welt und auf Platz 986 in den USA. Sie hatte mehr als drei Millionen Aufrufe täglich und 241.211 individuelle Besucher.

2015 wurde das TV-Drama „Nirvana in Fire“ ausgestrahlt, welches auf einem Online-Roman beruht. (Foto: Mtime)

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