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Jamal-Projekt beflügelt Chinas Fortschritte in der Flüssigerdgas-Technologie

(German.people.cn)
Montag, 17. April 2017
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Mit der Konstruktion zahlreicher Kernkomponenten für das russische Flüssiggas-Projekt Jamal konnte COOEC in vielen Schlüsseltechnologien Fortschritte erzielen, von denen China bei der Offshore-Erdöl- und -Erdgasgewinnung sowie auf dem internationalen Ausrüstungsmarkt profitieren wird.

Zwei COOEC-Angestellte errichten ein Baugerüst auf einem Schiff in Qingdao der Provinz Shandong. (Bild von Yu Fangping, China Daily)

Die „Go global“-Strategie der China Offshore Oil Engineering Corporation (COOEC) wird sich weiter beschleunigen und im Juli den nächsten Meilenstein verzeichnen.

An diesem Zeitpunkt wird das Unternehmen die verbleibenden 16 Ausrüstungsmodule für das Flüssiggasprojekt Jamal nach Russland verschiffen. Dort werden sie voraussichtlich am 20. Juli ankommen, 10 Tage früher als geplant. Die 20 Kernkomponenten haben Russland bereits im Januar erreicht.

Es handelt sich um die erste Grundausrüstung für Flüssiggas (LNG), die China eigenständig entwickelt und konstruiert hat.

„COOEC hat die Konstruktionstechnik der LNG-Grundausrüstung gemeistert, und die ‚COOEC-Fertigung‘ konnte in den internationalen High-end-Markt für Öl– und Gasausrüstungen vorpreschen“, vermeldete das Unternehmen.

Das in der russischen Arktisregion liegende LNG-Projekt Jamal war das weltweit erste integrierte Projekt für die Erforschung, Entwicklung, Verflüssigung und den Transport von polarem Erdgas.

Der Betrieb soll noch innerhalb dieses Jahres beginnen. Ein großer Teil von Jamals Fördermenge wird nach China und in andere asiatische Länder geliefert werden. Die China National Petroleum Corporation (CNPC) hat sich bereits zur Abnahme von mindestens drei Millionen Tonnen LNG pro Jahr verpflichtet.

Wang Lu, Bloomberg Intelligence-Analystin für Öl und Gas in der Region Asien-Pazifik, sagte gegenüber China Daily, dass die Importe aus Jamal mehr als 1,6 Prozent von Chinas Gasnachfrage decken könnten, die 2018 bei einer angenommenen jährlichen Wachstumsrate von 10 Prozent zwischen 2016 und 2020 bei etwa 257 Milliarden Kubikmeter liegen sollte.

„Chinas LNG-Importe werden auch 2020 weiterhin einen wichtigen Bestandteil der Versorgungslandschaft darstellen“, sagte sie.

Der Generaldirektor des Jamal-Projekts Evgeniy Kot sagte, dass sein Unternehmen bereits 96 Prozent der LNG-Produktion mittels 20– bis 25-Jahresverträgen an europäische und asiatische Kunden verkauft hat.

COOEC hat 2014 einen Vertrag im Wert von 1,64 Milliarden Dollar (1,54 Milliarden Euro) zur Konstruktion des Module Fabrication Work Package 1 (MWP1) unterzeichnet. Der Auftrag beinhaltet 36 Kernmodule einer LNG-Fabrik, eine wesentliche Anlage des LNG-Projekts Jamal.

Es handelt sich um den größten Vertrag im Ausland, den COOEC bisher unterzeichnet hat. Chinas erster Export von LNG-Kernmodulen verdeutlicht, dass das Land in den internationalen High-end-Ausrüstungsmarkt für Öl- und Gasförderung vorgedrungen ist.

Die MWP1-Kernprozessmodule 114-PAU-003 und 114-PAU-004 , die zwei größten und wichtigsten Komponenten des gesamten Projekts, wurden bereits im letzten Jahr von COOEC geliefert. Das größte besteht aus sieben Deck-Schichten und wiegt 6.467 Tonnen.

Sie übernehmen die „Kernfunktion“ der Verflüssigung des Erdgases unter extremen Umweltbedingungen, um zu garantieren, dass extrem hohe und schwere Druckbehälter neben zahlreichen Prozessleitungen konfiguriert werden können.

Das Unternehmen hat in vielen Schlüsseltechnologien, etwa der Schweißtechnik, der Tiefkühllagerung und bei Hebegeräten für Großanlagen, Durchbrüche erzielt.

60 Prozent seines Gewinns hat das Unternehmen den Auslandsprojekten in Ländern und Regionen entlang der „Belt and Road“-Initiative zu verdanken, sagte Zhong Wenjun, Chefingenieur von COOEC.

Zhong sagte, dass der Zukunftsmarkt unvorhersehbar ist, aber Initiativen wie die „Belt and Road“-Initiative gute Anhaltspunkte für Auslandsinvestitionen bieten.

COOEC arbeitet zurzeit an mehreren Projekten und bewirbt sich um ein Konstruktionsprojekt für ein Technikzentrum in Uganda, ein Versuch, auf den afrikanischen Markt vorzudringen.

Das Unternehmen konnte bereits die erste Bieterrunde für sich entscheiden und konzentriert sich für die nächste Runde auf die Planungsarbeit.

Ermöglicht wurde dies durch Chinas umfangreiche Investitionen für den Infrastrukturausbau im Ausland im Rahmen der „Belt and Road“-Initiative.

Der COOEC-Vorsitzende Zhou Xuezhong sagte, dass COOECs Konstruktion der Kernmodule für das LNG-Projekt Jamal einen weit reichenden Einfluss auf die Offshore-Erdölgewinnung und sogar auf die Entwicklung von Chinas Produktionssektoren haben wird.

„Dies steht nicht nur im Einklang mit der grundlegenden nationalen Entwicklungsstrategie einschließlich der ‚Belt and Road‘-Initiative, sondern fördert auch die technologische Modernisierung der Offshore-Erdölindustrie“, sagte Zhou.

„Chinas Offshore-Erdölindustrie hat dadurch neue Möglichkeiten erhalten, sich an der internationalen Produktion und Fertigung zu beteiligen.“

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