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Brexit könnte chinesisch-britischen Beziehungen zusätzlichen Schub geben

(German.china.org.cn)
Mittwoch, 15. März 2017
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Der Abschied Großbritanniens aus der Europäischen Union rückt näher. Am Montagabend stimmten beide Kammern des Parlaments für die Einleitung des Brexit-Prozesses. Voraussichtlich Ende März wird Premierministerin Theresa May dann den Austritt aus der EU verkünden.

 Brexit ,EU, China

Für China und Großbritannien ergeben sich dadurch neue Chancen für das bilaterale Verhältnis. „Die Beziehungen beider Länder treten in eine neue Phase der Vertiefung ein“, sagte Chinas Botschafter in Großbritannien, Liu Xiaoming, am Montag anlässlich des 45. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Staaten.

Beide Seiten sollten die Kooperation innovativer gestalten. Die bilateralen Kontakte müssten breiter und tiefer werden, zitierte China Daily den Botschafter.

Großbritannien will Brexit als Chance begreifen

Der britische Minister für die Asien-Pazifik-Region, Alok Sharma, schrieb in der China Daily, der Handel zwischen beiden Volkswirtschaften habe in den letzten 45 Jahren um das 200-Fache zugenommen. Großbritannien sei eines der wichtigsten Länder für chinesische Investoren und für Großbritannien sei China der zweitwichtigste Exportpartner außerhalb Europas.

„Die globale Partnerschaft, die während des erfolgreichen Großbritannien-Besuches von Präsident Xi Jinping ausgerufen wurde, bringt beiden Seiten konkrete Vorteile“, schrieb der Politiker. Nach den Unwägbarkeiten, die der Brexit hervorgerufen hat, suche Großbritannien derzeit nach neuen Wachstumsmotoren außerhalb des europäischen Kontinents, sagen Beobachter.

„Wir begreifen den Brexit als Chance, ein wahrhaft global orientiertes Großbritannien zu begründen, das offen für Unternehmen ist und auch für die Partnerschaft mit China hervorragende Bedingungen schaffen wird“, schrieb Sharma.

Der frühere britische Schatzkanzler George Osborne sagte, China sei ein bedeutender Teil der Weltwirtschaft: „Wenn China wächst, wächst auch die Welt“. Die Gründung der Asiatischen Infrastrukturinvestmentbank (AIIB) durch China sei eine sehr gute Gelegenheit für britische Unternehmen, gemeinsam mit China an Projekten in China und Zentralasien zu arbeiten. „Viele britische Unternehmen, die über besondere Expertise in den Bereichen Design, Infrastruktur und Architektur verfügen, haben bereits am Bau zahlreicher Flughäfen in China mitgewirkt“, sagte er.

Finanzielle Verflechtungen zwischen beiden Ländern nehmen zu

Großbritannien zählt zu den ersten Ländern, die der AIIB beigetreten sind. China und Großbritannien verfügen über enge wirtschaftliche und finanzielle Verbindungen. Beide Länder haben die erste in Renminbi notierte Staatsanleihe außerhalb Chinas ausgegeben und die Position Londons als größtem Offshore-Renminbi-Handelsplatz gefestigt. Großbritannien war das erste Land, das Investitionen der chinesischen Nuklearindustrie gutgeheißen hat.

Die Beziehungen beider Länder entwickeln sich auf mehreren Ebenen positiv. Chinesische Investoren halten große Anteile an englischen Fußballclubs, darunter Manchester City, Aston Villa und Birmingham City. Die Zahl chinesischer Besucher in Großbritannien hat sich in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt. 150.000 Chinesen studieren in Großbritannien, 7.000 Briten sind an chinesischen Universitäten eingeschrieben.

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