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Seouls Zukunft entscheidet sich auf der Koreanischen Halbinsel

(German.people.cn)
Dienstag, 14. März 2017
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Südkorea scheint angesichts seiner auf Abschreckung zielenden Militärmanöver mit den Vereinigten Staaten vergessen zu haben, dass es eine Schicksalsgemeinschaft mit dem nördlichen Nachbarn formt und sich selbst inmitten des potentiellen Schlachtfelds befindet.

Das US-südkoreanische gemeinsame Streitkräftekommando begann am Montag sein jährliches Militärmanöver „Key Resolve“. Der Flugzeugträger USS Carl Vinson und Tarnkappenjäger des Typs F-35B werden in südkoreanischen Gewässern die Manöver durchführen, welche einen Präventivschlag gegen Nordkoreas Nuklear- und Raketenanlagen nach der Entdeckung von Angriffszeichen simulieren wird. Das US-Militär verlegt auch auf einen neuen Typ der Drohne „Gray Eagle“, die nordkoreanische Ziele treffen kann, nach Südkorea.

Die Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, Regierungsquellen zitierend, dass die Übungen Missionen beinhalten werden, die Pjöngjang bedrängen, das militärische Kommando und zentrale Militäreinrichtungen ins Visier nehmen könnten. Sie senden damit eine ausdrücklich ernsthafte Drohung nach Pjöngjang.

Die Enthauptung der nordkoreanischen Führung und die Bestrafung der „Laufhunde des Imperialismus“ im Süden mit Atomwaffen sind die verrücktesten Drohungen, die Pjöngjang und Seoul einander gesandt haben. Sie sind gleichermaßen hysterisch und drücken die Boshaftigkeit aus, den anderen zu zerstören.

Die gemeinsamen Militärmanöver der Vereinigten Staaten und Südkoreas sind zweifellos ein Abschreckungsmittel gegen Nordkorea. Wie kann Pjöngjang angesichts einer Übung mit mehr als 300.000 Soldaten, die Missionen gegen seinen Befehlsstand und Spitzenführer einüben, gleichgültig bleiben? In einer solchen Situation sind beide Seiten ganz sicher nicht in Verhandlungsstimmung. Selbst wenn sie sich zusammensetzen würden, könnten sie keine minimale Vertrauensbasis für ihre Gespräche finden.

Durch die Abschreckung Nordkoreas ermuntern die Vereinigten Staaten und Südkorea das Land, an den bisher erworbenen nuklearen Fähigkeiten festzuhalten. Sie möchten Pjöngjang einschüchtern und erzielen das Gegenteil. Pjöngjang geht davon aus, dass ihre Atomwaffen der einzige Grund sind, warum Washington und Seoul sich nicht trauen, ihren Plan zum Sturz des Regimes in die Tat umzusetzen.

Durch gemeinsame Militärübungen werden immer mehr strategische US-Waffen auf die Halbinsel verlegt und stellen eine größere potenzielle Bedrohung für China dar. Seoul hat vielleicht ein besseres Sicherheitsgespür, ignoriert aber Chinas Sicherheitsbedenken und fühlt vielleicht sogar Schadenfreude. Für die chinesische Bevölkerung hat die südkoreanische Regierung hinsichtlich der Sicherheitsfrage ihre Vernunft verloren.

China unterstützte die scharfen Sanktionen, welche die Vereinigten Staaten und Südkorea gegen den Norden eingeführt haben, während beide Länder Chinas Vorschlag zur Aussetzung der Militärmanöver im Tausch gegen die Einstellung von Nordkoreas Nuklearaktivitäten zurückgewiesen haben.

Die Vereinigten Staaten und Südkorea klagen häufig, dass China nicht kooperativ sei, aber in Wirklichkeit sind sie unkooperativ bei Chinas Vermittlungsbemühungen.

Die Vereinigten Staaten werden mehr Probleme in Nordostasien anzetteln. Südkorea denkt naiverweise, dass es, indem es sich an den US-Streitwagen bindet, ein Schicksal mit den Vereinigten Staaten teilen könnte. Bräche ein Krieg aus, dann wäre die Koreanische Halbinsel das Schlachtfeld, während sich die Vereinigten Staaten auf der anderen Seite des Pazifiks befinden. Südkorea und Nordkorea sind die beiden, die tatsächlich eine Schicksalsgemeinschaft verbindet. 

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