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Zweiter Weltkrieg: Chongqinger wollen endlich Gerechtigkeit

(German.people.cn)
Donnerstag, 17. April 2014
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Die Jangtse-Stadt Chongqing wurde während dem Zweiten Weltkrieg gleich mehrmals von der japanischen Luftwaffe bombardiert. Am Mittwoch erhoben die Überlebenden dieser Angriffe vor einem Gericht in Tokio Anklage gegen die japanische Regierung. Neben einer finanziellen Wiedergutmachung fordern sie eine offizielle Entschuldigung.

Su Yuankui aus Chongqing, Luo Shuqin aus dem angrenzenden Zigong in der Provinz Sichuan, und Xu Yong, ein Geschichtsprofessor von der Peking-Universität, sagten vor dem Gericht in Tokio als Zeugen aus.

Beim Verfahren vom Mittwoch handelt es sich bereits um den 26. Gerichtstermin in dieser Angelegenheit. Die erste Anhörung fand im Jahr 2006 statt. Die Jangtse-Stadt Chongqing war während dem Zweiten Weltkrieg vorübergehend Chinas Hauptstadt und geriet daher gleich mehrmals ins Visier der japanischen Armee.

Der 80-jährige Su sagte vor Gericht aus, dass zwei seiner Verwandten während den Luftangriffen im August 1940 und im Juni 1941 ums Leben kamen und seine ganze Habe zerstört wurde. Die zweite Anklägerin Luo schilderte, wie ihre Mutter durch die Bombardierungen ihren rechten Fuß verlor.

“Wir sind hierher gekommen, um über die brutalen Luftangriffe der japanischen Regierung während dem Zweiten Weltkrieg auf Chongqing zu berichten und Anklage zu erheben, und verlangen, dass das japanische Gericht ein gerechtes Urteil fällt”, erklärte Su vor Beginn der Gerichtsverhandlung. “Wir sind nicht hier, um an den Hass zu erinnern, sondern um die Erinnerung an die Geschichte hochzuhalten. Für dieses Ziel werden wir bis an unser Lebensende kämpfen.”

Die drei Ankläger, die den Zivilprozess gegen die japanische Regierung im Namen einer ganzen Gruppe von Bürgern führen, fordern von der Regierung in Tokio eine offizielle Entschuldigung für die Bombardierung von Chongqing sowie eine finanzielle Entschädigung an jeden Überlebenden der Gruppe in Höhe von zehn Millionen Japanischen Yen (71.000 Euro).

Die Bürgergruppe, die im April 2004 gegründet wurde, begann ihren Rechtstreit gegen die japanische Regierung im März 2006. Sie besteht aus insgesamt 188 Überlebenden und Angehörigen von Opfern aus Chongqing und den umliegenden Orten.

Geschichtsprofessor Xu zeigte vor Gericht historische Dokumente - sowohl chinesischer als auch japanischer Provenienz -, die belegen, dass die japanische Armee sieben Luftangriffe auf Zigong durchführte, die zu großen menschlichen und materiellen Verlusten führten.

Zwischen Februar 1938 und August 1943 bombardierte die japanische Luftwaffe Chongqing und die umliegenden Orte gleich mehrmals. Abgeworfen wurden vor allem Zündbomben. Hauptangriffsziele der japanischen Bomber waren Wohngebiete, Geschäftsviertel, Schulen und Spitäler. Zehntausende kamen dabei ums Leben.
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